Luftpistolen im Schießsport

Luftpistolen werden im Schießsport eingesetzt. Das Schießen mit Luftpistolen findet grundsätzlich in der Anschlagsart „stehend freihändig“ statt. Das heißt, dass die Pistole nur mit der Hand gehalten werden darf. Das Gewicht des Abzugs muss 500 Gramm betragen. Dabei darf die Pistole nur 1500 Gramm wiegen. Vor jedem einzelnen Wettkampf wird das Gewicht des Abzugs geprüft. Seit der Olympiade in Seoul 1988 gehört das Luftpistolenschießen zu den olympischen Disziplinen.

Kimme und Korn sind bei der Visierung die wichtigsten Details. Diese befinden sich auf der Oberseite der Waffe. Bei Waffen, die für den Wettkampf verwendet werden, darf grundsätzlich nur eine offene Visierung verwendet werden. Das bedeutet, dass Kimme und Korn nicht in einem Gehäuse untergebracht sein dürfen.

Ein Metallplättchen mit einer rechteckigen Aussparung stellt die Kimme dar. Die Oberkante des Korns ist abgeflacht. Beim Zielen müssen Oberkante der Kimme und Oberkante des Korns eine Linie bilden. Die Verlängerung dieser Linie muss nun so auf den Ringspiegel der Schießscheibe angesetzt werden, dass sie genau unterhalb des Ringspiegels auftrifft. Dabei muss das Korn aber auch mittig unterhalb der Zehn auf der Schießscheibe angesetzt werden, um einen optimalen Treffer zu landen. Hierbei spricht man vom „aufsitzen lassen“ des Ringspiegels.

Selbstverständlich gibt es Luftpistolen in verschiedenen Ausführungen. Bei Waffen älteren Kalibers ist der Lauf in die Waffe gedrückt. Dadurch wird eine starke Feder gespannt. Betätigt man nun den Abzug wird unter einem starken Prellschlag die Kugel oder der Federbolzen abgeschossen. Durch die Weiterentwicklung setzte man auf abgeknickte Läufe. Diese spannten aber immer noch eine Feder, die mit einem Luftverdichtungskolben versehen waren. Betätigt man bei dieser Form der Luftpistole den Abzug, wird die Luft durch den Kolben zusammengepresst. Dadurch entsteht ein sehr großer Prellschlag, der die Kugel abfeuert. Die Weiterentwicklung der Waffen sollte den Prellschlag mehr und mehr mindern.

Moderne Luftpistolen sind in vier verschiedenen Ausführungen erhältlich. Dabei handelt es sich um Pistolen mit seitlichem Spannhebel, Pistolen mit Pressluft bzw. CO2-Kartusche oder um Pistolen in Form von Selbstkomprimierern. Als aktuelle Wettkampfwaffen werden jedoch heutzutage nur noch Luftpistolen mit Pressluft als Treibmittel verwendet. Geschossen wird mit Diabolos im Kaliber 4,5 mm. Diese Munition hat einen Durchmesser von 4,48 bis 4,52 mm und wiegt ca. 0,50 bzw. 0,51 Gramm.

Um die Luftpistole auch optimal verwenden zu können, gibt es in der Regel verschiedene Feineinstellungen, mit denen die Waffe an den Schützen optimal angepasst werden kann. Zu diesen Einstellungen gehören zum Beispiel die Griffposition, das Abzugsgewicht und die Abzugsposition.

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